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Windwasserstoff Salzgitter

Das Projekt

Ziel des Sektorkopplungsprojekts „Windwasserstoff Salzgitter“ ist es, in Salzgitter Wasserstoff mittels Elektrolyse und Strom aus Windkraft zu erzeugen. Damit soll eine wichtige Grundlage für den zukünftigen Einsatz größerer Mengen an Wasserstoff zur Verringerung direkter CO2-Emissionen bei der Stahlherstellung geschaffen werden. Avacon beabsichtigt, auf dem Gelände des Salzgitter-Konzerns sieben Windkraftanlagen mit einer Leistung von 30 Megawatt zu errichten und zu betreiben, von denen sich drei auf dem Areal des Hüttenwerks befinden werden. Der Industriegaslieferant Linde wird die kontinuierliche Versorgung des Wasserstoffbedarfs absichern. Im Rahmen dieses Projektes wollen die Partner Know-how für eine klimafreundliche Wasserstofferzeugung aufbauen sowie Erfahrungen mit der Vor-Ort-Produktion von Wasserstoff und dessen Einbindung in ein integriertes Hüttenwerk mit seinen komplexen Produktionsprozessen sammeln.
Schon heute wird in der Stahlherstellung bei Glühprozessen Wasserstoff verwendet, den Linde anliefert. Darüber hinaus bietet der Einsatz von Wasserstoff in Hüttenwerken das Potential, die prozessbedingten CO2-Emissionen der Stahlerzeugung künftig signifikant zu verringern.

Zur Erreichung dieses Ziels hat die Salzgitter AG das Projekt SALCOS® (Salzgitter Low CO2 Steelmaking) konzipiert, das einen realistischen Weg zu einer schrittweisen CO2- Reduzierung, langfristig sogar zu einer fast CO2-freien Stahlherstellung aufzeigt. Dabei soll auf Basis regenerativer Energien erzeugter Wasserstoff den bislang für die Verhüttung von Eisenerzen erforderlichen Kohlenstoff ersetzen.

Mit diesem Projekt will Salzgitter Flachstahl Betriebserfahrung in dem für SALCOS® wichtigen Themenbereich „Wasserstoff aus erneuerbaren Energien“ sammeln, auf der später eine Umsetzung in großindustrielle Maßstäbe fußen könnte. Obwohl die heutigen Rahmenbedingungen noch keinen wirtschaftlichen Betrieb einer direkten Kopplung von Windstromerzeugung und Elektrolysebetrieb ohne Förderung ermöglichen, sind die drei Partner entschlossen, diese für die Zukunft bedeutsame, klimaschonende Technologie weiterzuentwickeln.


Unsere Zukunft

Salzgitter Flachstahl plant den Bau und Betrieb einer PEM-Elektrolyseanlage (PEM = Protonen Exchange Membran) mit einer Kapazität von rund 400 N.m³/h. Avacon beabsichtigt, auf dem Gelände des Salzgitter-Konzerns sieben Windkraftanlagen mit einer Leistung von 30 Megawatt zu errichten und zu betreiben, von denen sich drei auf dem Areal des Hüttenwerks befinden werden. Der Industriegaslieferant Linde wird die kontinuierliche Versorgung des

Wasserstoffbedarfs absichern. Die Kosten für das gesamte Projekt (Aufbau der Windkrafträder und der Wasserstoffanlagen inklusive deren Einbindung in die bestehenden Leitungsnetze) belaufen sich auf rund 50 Mio. Euro. Zur Finanzierung dieses zukunftsweisenden industriellen Klimaschutzprojektes werden auch Fördermittel benötigt. Bei einem reibungslosen Projektablauf könnte die Wasserstofferzeugung auf dem Werksgelände 2020 beginnen.


Weiterführende Projekte

CO2 -Verringerung mit SALCOS®

Bei der Produktion in unserem Hüttenwerk in Salzgitter fallen jährlich etwa acht Millionen Tonnen CO2 an, die zu den gegebenen technischen Bedingungen und mit den zur Verfügung stehenden Anlagen prozessbedingt unvermeidbar sind. Um unseren CO2 -Ausstoß über das jetzige Maß hinaus zu vermindern, wollen wir neue Wege erproben und innovative Verfahrenstechniken erforschen. Die CO-Emissionen könnten durch ein spezielles Produktionsverfahren massiv gesenkt werden. Unter dem Projektnamen SALCOS® beschäftigen sich Forscher und Fachleute der Produktion unseres Konzerns in Zusammenarbeit mit Fraunhofer-Instituten und weiteren Partnern mit den neuen Technologien und deren Einbindung in ein integriertes Hüttenwerk.

Zum Projekt SALCOS®

Green Industrial Hydrogen - „grüner“ Wasserstoff für die Stahlproduktion

Die erklärte Vision von GrInHy ist die Vermeidung von Kohlendioxid durch die Verwendung von grünem Wasserstoff als Ausgangsstoff in industriellen Prozessen. Aufgrund der heute höchsten elektrischen Wirkungsgrade ist die Hochtemperaturelektrolyse eine der vielversprechendsten Technologien, um dies zu erreichen. GrInHy verpflichtet sich zum Machbarkeitsnachweis für den Betrieb eines Hochtemperatur-Elektrolyten im industriellen Umfeld eines integrierten Hüttenwerks und zur Erfüllung seiner Wasserstoffqualitätsstandards. Darüber hinaus konzentriert sich das Projekt auf die Entwicklung eines reversiblen Generators auf Basis der Reversible Solid Oxide Cell (RSOC)-Technologie zu einem marktfähigen Produkt.

Zum Projekt GrInHy

Starke Partner

Inbetriebnahme der WEAs sowie sichere Netzanbindung

Die Avacon AG ist der größte Verteilnetzbetreiber in Deutschland. Das Unternehmen betreibt zuverlässig Strom- und Gasnetze in den Ländern Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen. Avacon macht die Netze fit für die Zukunft und die Aufgaben von morgen. Jährlich fließen mehr als 160 Millionen Euro in den Netzausbau und für die Integration der Erneuerbaren Energien. Als regionaler Flächenversorger ist Avacon aktiver Mitgestalter der Energiewende – mit starken und innovativen Netzen.

Die Avacon Natur GmbH ist eine 100prozentige Tochter der Avacon AG. Das Unternehmen entwickelt Energieversorgungslösungen auf Basis erneuerbarer Energien und innovativer effizienter Technologien für Industrieunternehmen, Gewerbe- und Privatkunden. Die Avacon Natur GmbH ist in diesem Projekt das ausführende Unternehmen der Avacon AG.

Informationen über die Avacon AG finden Sie online unter: www.avacon.de

Foto von Dr. Stephan Tenge

Dr. Stephan Tenge
Technikvorstand der Avacon AG

„Um gerade für den Wärmebereich perspektivisch einen hohen Grüngasanteil in unseren Netzen sicherstellen zu können, bedarf es eines starken Ausbaus von Power-to-Gas-Anlagen, in denen aus erneuerbarem Strom durch Elektrolyse CO-neutraler Wasserstoff erzeugt wird. Vor dem Hintergrund unserer großen Gasnetzinfrastruktur ist es für Avacon strategisch wichtig, auch die im Zusammenhang mit Power-to-Gas erforderliche Expertise für die Sektorenkopplung zu sammeln.“


Erarbeitung von Know-How für die Produktion von Wasserstoff aus erneuerbarem Strom und Einsatz in der Stahlweiterverarbeitung

Die Salzgitter AG ist einer der führenden Stahl- und Technologiekonzerne in Europa – mit einem Außenumsatz von rund 9 Mrd. Euro, über 25.000 Mitarbeitern und knapp 160 nationalen und internationalen Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Er gliedert sich in die Geschäftsbereiche Flachstahl, Grobblech/Profilstahl, Mannesmann, Handel und Technologie.

Die Salzgitter Flachstahl GmbH ist die größte Tochtergesellschaft. Sie produziert eine breite Palette hochwertiger Spezial- und Markenstähle für anspruchsvolle Kundenbranchen wie beispielsweise die Automobilindustrie.

Informationen über den Salzgitter-Konzern finden Sie online unter: www.salzgitter-ag.com

Foto von Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann

Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann
Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG

„Wasserstoff wird zukünftig in der Mobilität, der Energiegewinnung und -speicherung sowie vielen weiteren industriellen Prozessen maßgebliche Bedeutung erlangen. Wie mit unserem SALCOS®-Projekt aufgezeigt, sind wir technologisch in der Lage, mittels Wasserstoff signifikante CO2-Reduzierungen zu erzielen und betrachten das Projekt „Windwasserstoff Salzgitter“ als einen bedeutenden Baustein auf diesem Weg in eine klimafreundlichere Stahlproduktion.“


Versorgungssicherheit mit H2 und Einbringen von vorhandenem Know-How

Linde plc ist ein führendes Industriegase- und Engineering-Unternehmen mit einem Umsatz (pro forma) von 28 Mrd. USD (24 Mrd. EUR) im Jahr 2018. Das Unternehmen beschäftigt weltweit ca. 80.000 Mitarbeiter und bedient Kunden in mehr als 100 Ländern der Erde. Linde plc liefert innovative und nachhaltige Lösungen für seine Kunden und schafft Mehrwert für alle Beteiligten.

Das Unternehmen macht unsere Welt produktiver, indem es Produkte, Technologien und Dienstleistungen entwickelt, die die wirtschaftliche und ökologische Leistung seiner Kunden in einer vernetzten Welt verbessern und ihnen ermöglicht, ihre Betriebskosten zu senken und die Effizienz zu steigern.

Informationen über die Linde plc finden Sie online unter: www.linde.com

Foto von Jens Waldeck

Jens Waldeck
Geschäftsleiter Region Zentral Europa

„Wir freuen uns sehr auf die zukunftsweisende Zusammenarbeit auf Basis der langjährigen und erfolgreichen Partnerschaft. Seit mehr als hundert Jahren leisten wir Pionierarbeit beim Einsatz von Wasserstoff als Industriegas in vielfältigen Anwendungen und haben mit der Zukunftstechnologie bereits im Energiepark Mainz gute Erfahrungen gemacht. Das werden wir nun in Salzgitter einbringen und damit einen weiteren wichtigen Schritt zur umweltfreundlichen Versorgung gemeinsam mit unseren Kunden einleiten.“

© Salzgitter AG
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